{"id":121,"date":"2011-04-01T23:36:28","date_gmt":"2011-04-01T21:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/ig.weisseritztalbahn.de\/?page_id=121"},"modified":"2025-01-22T11:02:37","modified_gmt":"2025-01-22T10:02:37","slug":"geschichte-in-kurzform","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/home\/geschichte-in-kurzform\/","title":{"rendered":"Geschichte in Kurzform"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-left has-medium-font-size\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"> \u00c4lteste \u00f6ffentliche Schmalspurbahn Deutschlands<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-image-fill\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\" style=\"background-image:url(http:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiedeberg_Bau_um1921_021-1024x690.jpg);background-position:50% 50%\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"690\" src=\"http:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiedeberg_Bau_um1921_021-1024x690.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7853 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiedeberg_Bau_um1921_021-1024x690.jpg 1024w, https:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiedeberg_Bau_um1921_021-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiedeberg_Bau_um1921_021-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiedeberg_Bau_um1921_021-768x517.jpg 768w, https:\/\/www.weisseritztalbahn.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiedeberg_Bau_um1921_021.jpg 1347w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Der erste Spatenstich zum Bau der Schmalspurbahn Hainsberg \u2013 Dippoldiswalde \u2013 Schmiedeberg erfolgte am 16. Juli 1881 nahe der Rabenauer M\u00fchle. Ein Jahr sp\u00e4ter, am 1. November 1882, wurde sie als zweite s\u00e4chsische Schmalspurbahn er\u00f6ffnet. Im Januar 1882 erfolgte die Genehmigung zur Weiterf\u00fchrung der Strecke bis Kipsdorf. Die Er\u00f6ffnung der gesamten Strecke erfolgte am 3. September 1883, nach nur 2 Jahren und 2 Monaten Bauzeit. Bis 1905 gab es im Rabenauer Grund einen Tunnel, der aber f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Rollbockverkehrs nach oben ge\u00f6ffnet wurde. Im Zusammenhang mit dem Bau der Talsperre Malter von 1908 bis 1913 musste die Strecke zwischen Spechtritz und Dippoldiswalde auf 6,9 km neu trassiert und h\u00f6her gelegt werden. Eine schmalspurige Verbindung mit dem Wilsdruffer Schmalspurnetz wurde 1913 durch den Bau eines Dreischienengleises (PHV-Gleis) zwischen Hainsberg und Potschappel hergestellt. 1924 konnte nach mehreren Jahren Bauzeit die 4,26 km lange Streckenverlegung zwischen Obercarsdorf und Buschm\u00fchle in Betrieb genommen werden. Diese war einerseits durch die Beseitigung der ung\u00fcnstigen Ortsdurchfahrt in Schmiedeberg, andererseits durch den geplanten, jedoch nicht zur Vollendung gekommenen Abzweig der P\u00f6beltalbahn nach Moldau notwendig geworden. F\u00fcr die Bew\u00e4ltigung des starken Wintersportverkehrs wurden die Bahnhofsanlagen in Kipsdorf bis 1934 neu gebaut.<\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Von Anfang an hatte die Strecke eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr den G\u00fcter- und Touristenverkehr. In den Jahren seit Betriebsbeginn entwickelte sich eine bedeutende Industrie im Tal der Roten Wei\u00dferitz. Entlang der Strecke wurden in den Bahnh\u00f6fen Ladegleise errichtet und auf der freien Strecke sorgten eine Vielzahl an Zweiggleisen f\u00fcr einen raschen Aufschwung der Fabriken und Wirtschaft. Der Ausflugsverkehr nahm durch die Bahn schnell zu. Es entstanden entlang der Strecke Hotels, Pensionen und Ausflugsrestaurants. Als besonders beliebte Ziele entwickeln sich der Rabenauer Grund, die Talsperre Malter, sowie besonders durch Wintersportler der Endpunkt Kurort Kipsdorf im Osterzgebirge.<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die Strecke \u00fcberstand trotz vieler Versuche zur Verlagerung des G\u00fcterverkehrs auf die Stra\u00dfe auch die Einstellungswelle, die bis zu Beginn der 70er Jahre dauerte und viele s\u00e4chsische Schmalspurstrecken ereilte. Sie z\u00e4hlt seit 1975 zu den zu erhaltenden Schmalspurbahnen in der DDR. Nach der Wende gab es 1990 einen R\u00fcckgang der G\u00fcterverkehrsleistungen, welcher durch die Einstellung der Produktion vieler Betriebe an der Strecke verursacht wurde.<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>1994 stellte die Deutsche Bahn AG den G\u00fcterverkehr ein. 1998 stand die Bahn auch im Personenverkehr kurz vor der Betriebseinstellung. Dies konnte in letzter Minute durch entsprechende Vertr\u00e4ge zwischen dem Verkehrsverbund Oberelbe und der DB Regio AG abgewendet werden. Am 31.12.2000 \u00fcbernahm die \u201eMitteldeutsche Bahnreinigungsgesellschaft mbH, Niederlassung Leipzig\u201c (kurz BRG &#8211; ein Tochterunternehmen der DB AG) im Auftrag von der DB Regio AG die Betriebsf\u00fchrung der Schmalspurbahn. <\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Am 12. und 13. August 2002 zerst\u00f6rte ein Jahrhundert-Hochwasser die Gleisanlagen auf mehreren Streckenabschnitten. So u. a. in Freital-Co\u00dfmannsdorf, zwischen Rabenauer Grund und Spechtritz, Dippoldiswalde und Obercarsdorf sowie Schmiedeberg und Kurort Kipsdorf. Gl\u00fccklicherweise erreichten die beiden Z\u00fcge rechtzeitig die Bahnh\u00f6fe Freital-Hainsberg bzw. Dippoldiswalde und es kamen keine Personen und auch keine Fahrzeuge zu Schaden. Der Betrieb wurde eingestellt und eine Zeit lang ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. <\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Eine durch die IG Wei\u00dferitztalbahn e. V. ins Leben gerufene Spendenaktion f\u00fcr den Wiederaufbau fand Ihre Resonanz bei Eisenbahnfreunden in der ganzen Welt. So konnten zwei Teilabschnitte mit den Spendengeldern wieder aufgebaut werden und als \u201eLichtblick\u201c im Dezember 2002 die ersten Sonderfahrten zwischen Seifersdorf und Dippoldiswalde durchgef\u00fchrt werden. Durch die IG Wei\u00dferitztalbahn wurde seit 2002 durch vielf\u00e4ltige \u00f6ffentlichkeitswirksame Aktionen immer wieder auf einen baldigen Wiederaufbau gedr\u00e4ngt. Nur dadurch konnte der Wiederaufbau \u00fcberhaupt erreicht werden.<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Da die Deutsche Bahn AG bereits in den neunziger Jahren begonnen hatte, ihre Schmalspur-bahnen Oschatz \u2013 M\u00fcgeln \u2013 Kemmlitz, Zittau \u2013 Kurort Oybin \/ &#8211; Kurort Jonsdorf und Cranzahl \u2013 Kurort Oberwiesenthal an andere Betreiber abzugeben, kamen Ihr die Hochwassersch\u00e4den gelegen, dies nun auch bei der Wei\u00dferitztalbahn umzusetzen. Mit der BVO Bahn GmbH (Betreiber der Fichtelberg- und L\u00f6\u00dfnitzgrundbahn) wurden begonnen das komplizierte Vertragswerk zur \u00dcbergabe der Strecke und der Fahrzeuge zu erstellen. Gleichzeitig begannen durch diese die ersten Planungen f\u00fcr den Wiederaufbau. Am 14.09.2004 wurde mit einem \u201everfr\u00fchten\u201c, aber rechtzeitig vor den Wahlen im Freistaat Sachsen durchgef\u00fchrten \u201eSpatenstich\u201c an der Rabenauer M\u00fchle der vermeintliche Beginn des Wiederaufbaus gefeiert. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt weder eine fertiggestellte Planung noch eine gesicherte Finanzierung. Erst 2007 konnten die letzten offenen Probleme gel\u00f6st werden und mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Am 13.12.2008 konnte feierlich der 1. Teilabschnitt zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde in Betrieb genommen werden. Nun hei\u00dft es z\u00fcgig die Planungen f\u00fcr den Abschnitt Dippoldiswalde \u2013 Kurort Kipsdorf voranzutreiben. Die Finanzierung durch den Freistaat Sachsen wurde durch den Ministerpr\u00e4sidenten Stanislaw Tillich am 13.12.2008 best\u00e4tigt, jedoch steht noch immer kein Termin der Bauausf\u00fchrung des weitaus weniger durch die Flut gesch\u00e4digten Abschnittes Dippoldiswalde \u2013 Kurort Kipsdorf fest.<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<strong>Nach dem kompletten Wiederaufbau wird die dienst\u00e4lteste \u00f6ffentliche Schmalspurbahn Deutschlands wieder dem \u00d6ffentlichen Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV) und als Touristenattraktion dienen. Sie verbindet dann wieder drei wundersch\u00f6ne Naherholungs-gebiete und gilt durch diese Landschaftsvielfalt als eine der sch\u00f6nsten Strecken Europas. Die Unterschiedlichkeit des Osterzgebirges, des Gebietes der Talsperre Malter und der wildromantische Rabenauer Grund machen den Reiz der Strecke aus. Der f\u00fcr den Schienenpersonennahverkehr verantwortliche Zweckverband &#8220;Verkehrsverbund Oberelbe&#8221; hat mit der \u201eS\u00e4chsischen Dampfeisenbahn GmbH\u201c die zu erbringenden Verkehrsleistungen im Personenverkehr vertraglich geregelt.<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Dezember 2008<br><\/strong><\/span><br><span style=\"color: #000000;\">(c) Copyright 1997-2012 IG Wei\u00dferitztalbahn, Verwendung von Text und Fotos nur mit Zustimmung der IGW<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4lteste \u00f6ffentliche Schmalspurbahn Deutschlands Der erste Spatenstich zum Bau der Schmalspurbahn Hainsberg \u2013 Dippoldiswalde \u2013 Schmiedeberg erfolgte am 16. Juli 1881 nahe der Rabenauer M\u00fchle. Ein Jahr sp\u00e4ter, am 1. November 1882, wurde sie als zweite s\u00e4chsische Schmalspurbahn er\u00f6ffnet. Im Januar 1882 erfolgte die Genehmigung zur Weiterf\u00fchrung der Strecke bis Kipsdorf. 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